Zecken

Besonders im Herbst und Frühjahr sind Hunde von einer Übertragung von Krankheiten durch Zecken bedroht.

Alle Zeckenarten saugen Blut, nur dann können sie Eier legen und sich vermehren.

Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich nach erneuter Blutmahlzeit zu winzigen „Nymphen“ entwickeln. Auch diese saugen Blut und häuten sich schließlich zu erwachsenen Zecken.

Bei jeder Blutmahlzeit gelangt der Speichel dieser Spinnentiere in die Stichwunde. Sind in dem Zeckenspeichel gefährliche Krankheitserreger wie Babesien oder Borrelien enthalten, kann ein Zeckenstich schwere Gesundheitsschäden zur Folge haben.

Wie äußert sich die „Hundemalaria“?

Der Überträger ist hier allein die Anwaldzecke. Die Erreger der „Hundemalaria“, die Babesien, dringen in die roten Blutkörperchen ein und zerstören sie. Verläuft die Infektion akut, bekommen erkrankte Hunde 10 bis 21 Tage nach dem Stich hohes Fieber, sind teilnahmslos und fressen nicht mehr. Später kommt es zu Durchfall und Erbrechen gefolgt von akutem Nierenversagen. Der Urin erscheint bräunlich rot, denn er enthält Zerfallsprodukte der zerstörten Blutkörperchen.

Da diese nicht mehr für den Sauerstofftransport zur Verfügung stehen, leiden die Patienten unter Atemnot und müssen husten. Auch das Herz schlägt schneller. Schließlich verlieren die Hunde das Bewusstsein. Einige Tiere zeigen einen schleichenden Krankheitsverlauf und haben, ähnlich wie bei der menschlichen Malaria, immer wieder Fieberschübe.

Der Nachweis der Erreger erfolgt mikoskopisch im Blutaussrich. Auch ein Nachweis von Antikörpern ist möglich, egen der verzögerten Immunantwort jedoch erst einige Zeit nach der Infektion.

Kann man „Hundemalaria“ heilen?

Zur Behandlung der Babesiose können spezielle Medikamente eingesetzt werden, die bei rechtzeitiger Diagnose meist helfen, die Erkrankung auszuheilen. Sie können auch vorbeugend angewendet werden, wenn z. B. eine Reise in ein Auwaldzecken-gebiet geplant ist.

Ein Teil der erkrankten Hunde aber beherbergt weiterhin Babesien und bleibt so ein ständiges Reservoir für Zecken, durch das sie beim Blutsaugen immer wieder aufs Neue mit Krankheitserregern versorgt werden.

Zeckenschutz ist besonders wichtig

Saugt eine Auwaldzecke im Frühjahr Blut, das Babesien enthält, gehen diese bei weiblichen Zecken auch auf die Eier über. So sind im Herbst ungleich viel mehr infizierte Nymphen und erwachsene Zecken auf der Suche nach einer Mahlzeit als zum Jahresanfang. Die Gefahr für Hunde, mit „Hundemalaria“ angesteckt zu werden, ist deshalb noch größer. Am sichersten ist ihr Liebling, wenn er ganzjährig vor Parasiten geschützt wird.

Jede Zecke, die entdeckt wird, sollte schnellstmöglich - ohne Verwendung von Hilfsflüssigkeiten - vollständig entfernt werden. Gut geeignet für die Zeckenentfernung sind spezielle Haken oder Zangen, die auch den Kopf herausziehen.